Am 24. März 2026 verwandelte sich das Volkshaus Jena in das Zentrum der thüringischen Exportwirtschaft. Unter dem Leitthema „Smartes Marketing weltweit – Aktuelle Strategien für KMU entlang der 4 Ps“ versammelten sich über 200 Branchenexperten, Unternehmer und politische Entscheidungsträger, um über die Zukunft des Freistaats im globalen Wettbewerb zu diskutieren, Handlungsoptionen zu eruieren und konkrete Umsetzungen zu planen. In Zeiten volatiler Märkte und digitaler Transformation stand eine Frage im Zentrum: Wie können kleine und mittlere Unternehmen aus Thüringen ihre Sichtbarkeit und ihren Vertriebserfolg international nachhaltig sichern?

Der Marketing-Mix als Schlüssel zum globalen Erfolg: Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau zeigt technologische Möglichkeiten
Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Wirtschaftsministerin Colette Boos-John, die die Widerstandsfähigkeit der thüringischen Exportwirtschaft betonte. Das diesjährige Programm orientierte sich strikt an den klassischen „4 Ps“ des Marketing-Mix‘ (Product, Price, Place, Promotion), jedoch in einem modernen, globalen Kontext. In Paneldiskussionen und Fachvorträgen wurde deutlich, dass Erfolg im Ausland längst kein Zufallsprodukt mehr ist, sondern das Ergebnis datengetriebener Entscheidungen und agiler Anpassung.
Ein besonderes Highlight der Veranstaltung war die Präsenz des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau. Während viele Unternehmen beim Thema Außenwirtschaft primär an Logistik und Zölle denken, schärfte das Zentrum den Blick für die technologische Basis des modernen Exports, also die Digitalisierung von Vertrieb und Kommunikation. Unser koordinierender KI-Trainer Dr. Sebastian Gerth von der Modellfabrik Vernetzung (TU Ilmenau) betonte bei seinem Vortrag zum Thema „Place entscheidet: Internationale Markterschließung zwischen Distributionsstrategie und KI-Innovationen“, welche Rolle Künstliche Intelligenz im internationalen Vertrieb spielen kann und welche Unterstützungsmöglichkeiten das Zentrum den KMU bietet. An den Vortrag schloss ein Gespräch mit Susanne Trautmann an, in welchem Sebastian Gerth auf spezifische Fragen einging.


Ebenfalls auf der Veranstaltung mit einem Ausstellungsstand vertreten waren die Modellfabriken Virtualisierung (EAH Jena) sowie Prozessdaten (GFE Schmalkalden). An diesem gefragten Anlaufpunkt konnten Unternehmer direkt erfahren, wie sie durch das KI-Trainer-Programm des Zentrums oder durch Werkstattgespräche ihre eigenen Digitalisierungsstrategien aufstellen oder auch verfeinern können, um dann mit Umsetzungsmaßnahmen in die praktische Anwendung zu kommen.
KI und E-Commerce im internationalen Einsatz
Das Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau positionierte sich als unverzichtbarer Partner für KMU, die den Sprung auf internationale Märkte wagen und Digitalisierung sowie KI in ihren instrumentellen Fokus rücken. Die Experten des Zentrums verdeutlichten, dass smartes Marketing heute untrennbar mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz und automatisierten Prozessen und entsprechend mit der Erhebung und Aufbereitung von Daten verbunden ist. Das Zentrum demonstrierte zum Beispiel, wie KI-Tools dabei helfen, globale Markttrends frühzeitig zu erkennen und Marketingbotschaften automatisiert, aber kulturell präzise zu kommunizieren. Auch wurde deutlich, dass es robuste E-Commerce-Strukturen braucht, damit Thüringer Unternehmen ohne große Vertriebsmannschaften auf unterschiedlichen globalen Plattformen präsent sein können.
Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis: Die Rolle des KI-Frühlings 2026
Besonders die Verzahnung des zeitgleich stattfindenden KI-Frühlings 2026 des Mittelstand-Digital Zentrums Ilmenau und des KI-Hubs Sachsen-Thüringen mit den Themen des Außenwirtschaftstags stieß auf großes Interesse, denn nun konnten die Online-Inhalte auch in Präsenz diskutiert werden. Insbesondere die nur eine knappe Woche vorher durchgeführte Veranstaltung zu KI im Marketing war aufgrund der thematischen Ausrichtung des Außenwirtschaftstages häufiges Gesprächsthema. Das Zentrum bewies damit einmal mehr, dass es nicht nur Wissen vermittelt, sondern als Wegbereiter für den Thüringer Mittelstand fungiert, um digital sichtbar und erfolgreich zu sein.

Der 18. Thüringer Außenwirtschaftstag in Jena hat gezeigt: Die Unternehmen im Freistaat sind bereit für die Welt. Mit starken Partnern an ihrer Seite sind sie technologisch und auch organisatorisch gerüstet, um die Herausforderungen des globalen Marketings von der Preisfindung bis zur Markenkommunikation zu meistern.
Bildquellen
- Bühnenbanner Thüringer Außenwirtschaftstag: ©LEG Thüringen/Andreas Hultsch
- Gespräch auf der Bühne: ©LEG Thüringen/Andreas Hultsch
- Dr. Sebastian Gerth Vortrag: ©LEG Thüringen/Andreas Hultsch
- Puplikum: ©LEG Thüringen/Andreas Hultsch
- Thüringer Außenwirtschaftstag: ©LEG Thüringen/Andreas Hultsch






