Mit der dritten Station fand unsere Entdeckertour zu innovativen produzierenden Unternehmen in Thüringen am 26. Februar in Jena einen gelungenen Abschluss. Gastgeber war die BLINK AG, die den 18 Teilnehmenden eindrucksvoll zeigte, wie nachhaltiges Wirtschaften ganz praktisch umgesetzt werden kann – dort, wo Technik, Natur, Gestaltung und unternehmerisches Denken sinnvoll zusammenwirken.
Zum Auftakt begrüßte Eugen Ermantraut, Geschäftsführer der BLINK AG, die Teilnehmenden und stellte das Unternehmen vor. Er zeigte, wie bei BLINK ökologische Maßnahmen, Arbeitsumfeld und unternehmerische Entscheidungen zusammenwirken. Die Architektur der Firmengebäude fördert mit einer zentralen Halle gezielt Begegnung und Austausch. Nachhaltigkeit zeigt sich aber auch ganz praktisch im Alltag: Ein eigener Gärtner pflegt das Grün im Innenbereich und gestaltet den Außenbereich mit kreativen Ideen. Dort wachsen Tomaten, Kräuter, Artischocken und Melonen – ein Angebot, das die Mitarbeitenden für gesunde Pausen sehr schätzen. Ergänzt wird dieser Ansatz durch Fassadenbegrünung zur Temperierung der Innenräume, eine Dachentwässerung mit großer Zisterne zur Bewässerung sowie eine Unternehmensstrategie, die auf Kooperation statt reines Outsourcing, den Verzicht auf Kohlenwasserstoffe und kompakte, ressourcenschonende Produktlösungen setzt.

Zusätzliche Perspektiven auf nachhaltige Innovationen in Design und Bau eröffneten die eingeladenen Referentinnen. Ada Matthes veranschaulichte mit ihren skulpturalen 3D-gedruckten Objekten, wie Design, Materialbewusstsein und neue Fertigungstechnologien zusammenspielen können – und welches Potenzial in einer bedarfsgerechten, ressourcenschonenden und möglichst ortsnahen Produktion liegt. Dr. Christiane Rößler von der Sonocrete GmbH stellte einen Ansatz zur ultraschallgestützten Betonherstellung vor, der den Zementanteil in der Produktion deutlich senken kann. Gerade vor dem Hintergrund energie- und ressourcenintensiver Herstellungsprozesse wurde dabei sichtbar, wie technologische Entwicklungen dazu beitragen können, auch klassische Branchen nachhaltiger und zukunftsfähiger aufzustellen.

Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Unternehmensrundgang durch die BLINK AG. Vor Ort konnten die Teilnehmenden die vorgestellten Ansätze nicht nur theoretisch nachvollziehen, sondern unmittelbar erleben. Genau dieser direkte Blick in die Praxis ist es, der das Format unserer Entdeckertour auszeichnet: Transformationsprozesse werden konkret, anschaulich und im Austausch mit den Menschen sichtbar, die sie im Unternehmensalltag gestalten.
Beim anschließenden Mittagsimbiss wurde der fachliche Teil in persönlichen Gesprächen vertieft. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, mit den Referent:innen, dem Gastgeberunternehmen und untereinander ins Gespräch zu kommen, Fragen weiterzuführen und neue Kontakte zu knüpfen.
Mit der Veranstaltung bei der BLINK AG endet eine Entdeckertour, die eindrucksvoll gezeigt hat, wie vielfältig nachhaltiges und zukunftsfähiges Wirtschaften in Thüringen bereits gelebt wird. Die drei Stationen haben Praxiswissen, Inspiration und Vernetzung zusammengebracht – und vor allem sichtbar gemacht, dass Transformation dort besonders überzeugend ist, wo sie mutig begonnen und konkret umgesetzt wird. Eine ausführliche Nachlese der Entdeckertour finden Sie ab Ende April in unserem Digitalblog

Ein herzliches Dankeschön geht an die gastgebenden Unternehmen, die Industrie- und Handelskammern Ostthüringen zu Gera sowie an Susann Feuerschütz und Gerrit Neuhaus vom Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur, die Impulsgeber unserer Entdeckertour für ihre tolle Unterstützung und den persönlichen Austausch beim letzten Termin in Jena.
Bildquellen
- Präsentationen bei Entdeckertour in Jena: © IHK Ostthüringen zu Gera, Pierre Sens
- Referentinnen bei Entdeckertour in Jena: © IHK Ostthüringen zu Gera, Pierre Sens
- Gruppenfoto: © Mittelstand-Digital Zentrum Zukunftskultur, Gerrit Neuhaus
- Vortrag Entdeckertour in Jena: © IHK Ostthüringen zu Gera, Pierre Sens






