Cloud- und KI-Technologien bieten kleinen und mittleren Unternehmen große Chancen. Gleichzeitig stellt sich für viele Betriebe die Frage, wie sich diese Technologien nutzen lassen, ohne die Kontrolle über die eigenen Daten zu verlieren. Antworten darauf gab die zweiteilige Veranstaltungsreihe „Hoheit über die eigenen Daten – Orientierung und Umsetzung für KMU“ am 12. und 19. März 2026.
An zwei Veranstaltungstagen erhielten die ca. 140 Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in rechtliche und technische Grundlagen sowie konkrete Beispiele für die Umsetzung digital souveräner Lösungen im Unternehmensalltag.
Rechtliche und technische Grundlagen verständlich eingeordnet – Tag 1
Zum Auftakt stand die Frage im Mittelpunkt, was Datenhoheit im Unternehmensalltag konkret bedeutet und wie sie sich auch bei der Nutzung externer Dienste bewahren lässt.
Ines Tacke vom Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz und Pavlo Mykytyn vom Zentrum Spreeland erläuterten die Unterschiede zwischen Datensouveränität und Datenschutz, ordneten die rechtlichen Rahmenbedingungen bei Cloud- und KI-Nutzung ein und zeigten typische Risiken für KMU auf. Zudem verglichen sie cloudbasierte KI-Modelle mit lokal betriebenen, offline nutzbaren Lösungen.

©Ines Tacke, Mittelstand-Digital Zentrum Chemnitz und Pavlo Mykytyn, Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland
Roland Hallau vom Chemnitzer Zentrum beleuchtete anschließend die Cybersicherheit als zentrale Grundlage digitaler Souveränität und gab Einblicke in die aktuelle Bedrohungslage für kleine und mittlere Unternehmen.
Karsten Jahn, KI-Trainer in unserer Modellfabrik Virtualisierung, zeigte anhand eines Praxisbeispiels, wie sich eigene KI-Systeme mit RAG-Ansätzen aufbauen lassen, um unternehmenseigene Daten kontrolliert und nachvollziehbar zu nutzen.
Zum Abschluss stellte Dr. Steffen Seeger vom Mittelstand-Digital Zentrum Smarte Kreisläufe die Nutzung von KI inhouse und in der Cloud gegenüber und gab Orientierung bei der Auswahl passender Lösungen für KMU.
Von der Orientierung zur praktischen Umsetzung – Tag 2
Der zweite Veranstaltungstag richtete den Blick auf die praktische Umsetzung im Unternehmen.
Juliane Höbel-Müller vom Mittelstand-Digital Zentrum Magdeburg machte deutlich, wie wichtig fehlerfreie, konsistente und gut strukturierte Daten für den erfolgreichen Einsatz von KI sind.
Im Gespräch mit Steffen Gießmann vom Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk berichtete Tim Weber von der Fieberitz GmbH & Co. KG aus der Praxis über den Aufbau eines Chatbots für die Kundenkommunikation. Seine Erfahrungen zeigten, dass die Einführung eigener KI-Anwendungen Zeit, Ressourcen und Lernbereitschaft erfordert.
Martin Choitz vom Mittelstand-Digital Zentrum Spreeland zeigte anschließend, wie Open-Source-ERP-Systeme zu mehr digitaler Selbstbestimmung beitragen können und welche Abwägungen gegenüber Closed-Source-Lösungen zu treffen sind.
Zum Abschluss stellte Wolfram Kattanek, KI-Trainer in unserer Modellfabrik Smarte Sensorsysteme, einen Demonstrator für KI-basiertes Wissensmanagement vor. Dabei ging er auch auf zentrale Fragen ein, etwa wie Wissen aktuell gehalten und veraltete Informationen aus einem System entfernt werden können.

©Mittelstand-Digital Zentrum Ilmenau
Fazit und Unterstützungsangebot
Die Veranstaltungsreihe machte deutlich: Digitale Souveränität ist für KMU kein abstraktes Thema, sondern eine konkrete Aufgabe in der Praxis. Wer Cloud- und KI-Technologien sicher und sinnvoll einsetzen möchte, braucht neben passenden Werkzeugen auch Klarheit über rechtliche Rahmenbedingungen, technische Zusammenhänge und die Qualität der eigenen Daten.
Ein herzliches Dankeschön geht an die Kolleginnen vom Mittelstand-Digital Zentrum Rostock für das Erstellen der Marketingmaterialien und das Anmeldungsmanagement.
Sie haben Fragen rund um das Thema RAG-Systeme? Nehmen Sie gern Kontakt auf mit unseren KI-Trainern auf:
- Karsten Jahn (jahn@kompetenzzentrum-ilmenau.de)
- Wolfram Kattanek (kattanek@kompetenzzentrum-ilmenau.de).






